Tag 76 - 82: Fidschi
Wir bleiben nach Hawaii im tropischen Polynesien und erreichen nach Überqueren des Äquators und der Tagesgrenze (beides ein Novum), sowie einer Nacht in Auckland - einen direkten Flug gibt es nicht - den kleinen Inselstaat Fidschi.
Wenn auch flächenmäßig vergleichsweise klein, so ist das Inselarchipel dennoch eines der Bevölkerungsreichsten des Pazifiks: über 900.000 Menschen leben hier. Die isolierte Inselgruppe besteht aus 332 Inseln, wobei die größte, Viti Levu, gleichzeitig auch die meist besiedelte Insel ist. Die größeren Inseln sind vulkanischen Ursprungs, wobei die kleineren Inseln aus Korallenriffen entstanden sind. Mit einer Lage nördlich von Neuseeland und östlich von Australien ist die Inselrepublik ziemlich abgeschieden. Dies sollte man im Kopf behalten, denn es erklärt einige der von uns gemachten Erfahrungen.
Wir haben uns für die Woche in Fidschi eine Inselumrundung von Viti Levu, also der Hauptinsel Fidschis, vorgenommen. Wie wohl die allermeisten Touristen landen wir in Nadi - dem touristischen Zentrum der Insel (auch wenn das wirtschaftliche und politische Zentrum das weitaus größere Suva ist). Hier befindet sich der größte und wichtigste Flughafen des Landes. Der Grund dafür ist einfach: von hier bzw. dem nahegelegenen Port Denarau fahren die Schiffe zu den Resortinseln, für die Fidschi bekannt ist und wohin es die allermeisten Touristen zieht.
Nach einem freundlichen “Bula!” zur Begrüßung und der Abholung unseres Mietwagens, beginnen wir mit der Inselumrundung im Uhrzeigersinn und fahren von der Westküste auf der Queens Rood an die Nordküste. Ab jetzt heißt es links fahren, denn in Fidschi (und allen weiteren Ländern auf unserer Reiseroute) herrscht Linksverkehr.
Die Queens Road (im Norden) und die Kings Road (im Süden) führen zusammen einmal rund um die Insel - und sind im Wesentlichen die einzigen asphaltierten “Fernstraßen”. Innerhalb von Städten wie Nadi und Suva sind die Straßen ebenfalls asphaltiert - fährt man jedoch ins Landesinnere, so findet man sich recht schnell auf Straßen wieder, die man wirklich nur mit viel gutem Willen gerade noch als Schotterstraßen bezeichnen kann. Um ehrlich zu sein, war uns dies im vorhinein nicht ganz klar - und einige geschätzte Fahrzeiten haben sich dementsprechend im Nachhinein als deutlich zu optimistisch erwiesen.
Wie bei den Straßen gibt es auch bei den offensichtlichen Lebensbedingungen eine große Bandbreite: Von einfachen Wellblechhütten über Steinhäuser bis hin zu kleinen Villen, von Menschen, die an der Hauptstraße auf den nächsten Überlandbus warten bis zu teuren Pickups.
Man sieht viele farbenfrohe Blusen und Hemden sowie den Sulu (einen Sarong; ein Tuch), welches von beiden Geschlechtern als Rock getragen wird.
Unser erster Stopp gilt dem Koroyanitu Nationalpark. Die asphaltierte Straße endet recht schnell und so müssen wir einige Kilometer auf einer sehr schlechten Straße zum Dörfchen Abaca rumpeln. Auf drei der hawaiianischen Inseln hatten wir einen Jeep Wrangler gemietet - und Geländereifen, Allrad und viel Bodenfreiheit nicht wirklich gebraucht. Hier wäre es genau das richtige Auto. Interessanterweise sind Mietwägen auf Fidschi jedoch (sehr viel) teurer als in den USA, Australien oder Neuseeland - trotz des deutlich niedrigeren Lebensstandards und niedriger Personalkosten. Und auch hier dürfte der primäre Grund die abgeschiedene Lage Fidschis und die quasi vollständige Abhängigkeit von Importen sein: nicht nur bei komplexen Produkten, sondern auch bei grundlegenden Dingen wie Milch. Die meisten der Güter kommen aus Australien und Neuseeland - und mit den Transportkosten liegt das Preisniveau dann schon fast zwangsläufig über dem von den beiden Exporteuren. Bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Lebensstandard. So leisten wir uns also lediglich einen interessanten Hybriden aus einem (kleinen) Van und einem SUV und holpern und hüpfen damit die steinigen Straßen entlang. Immerhin gestattet unser Mietvertrag das hier - anders als in den USA & Co, wo das Befahren von Schotterstraßen quasi immer eine unerlaubte Nutzung darstellt oder zumindest vom Versicherungsschutz ausgenommen ist.
Dort angekommen, entrichten wir erstmal eine doch recht happige Nationalparkgebühr - dafür, dass es nicht wirklich viel zu sehen gibt. Eine Option wäre eine lange Wanderung auf einen Berg, die andere zu einem näher gelegen Wasserfall zu wandern. Wir entscheiden uns für den Wasserfall, mehr gibt unser Zeitplan nicht her. Und nachdem wir diesen bereits aus der Ferne sehen können, sparen wir uns das restliche Stück des Weges.
Zurück am Auto rumpeln wir zur Hauptstraße zurück und fahren durch die größeren Orte Ba und Lautoka. Hier ist es teilweise so trubelig, dass einen nicht nur die Aufmachung der Geschäfte und das äußere der Kunden an Indien erinnern. Und das aus gutem Grund: die “Fiji Hindus” stellen mit ca. 30 Prozent eine große Volksgruppe in Fidschi, die auch ihre eigene Sprache, “Fiji Hindi”, sprechen. Generell werden in Fidschi viele verschiedene Sprachen gesprochen: laut einem Einheimischen hat jede der 14 Provinzen ihre eigene Sprache, die man in den anderen nicht versteht. Damit wird Englisch zur wichtigen Verkehrssprache.
Eigentlich wollten wir noch nach Navala fahren, um dort Hütten in landestypischer Bauweise anzuschauen. Allerdings ist die Straße so schlecht und die Zeit bereits fortgeschritten, sodass wir unterwegs umdrehen. Im Nachhinein wird sich herausstellen, dass es für den Zutritt zum Dorf ohnehin der Erlaubnis der Dorfgemeinschaft bedurft hätte - was der Reiseführer leider nicht erwähnt hat.
Abends erreichen wir Volivoli, wo wir uns in einem kleinen Resort eingebucht haben. Passend zur Ankunft auf Fidschi gibt es an diesem Abend eine Meke-Aufführung: traditionelle Tänze hinterlegt mit Trommelrhythmen, Gitarrenklängen und den Gesängen der Fidschianer. Ein schöner Start in die Kultur Fidschis.
Am nächsten Morgen bekommen wir eine kleine “Willkommensbootsfahrt” entlang der Küste und machen uns dann auf den Weg nach Nabalasere, einem kleinen Dorf, von dem aus sich die gleichnamigen Wasserfälle besichtigen lassen - welche als die beeindruckendsten der Insel gelten. Zum Glück fragen wir vorher im Hotel nach, wie genau wir dorthin kommen, denn der Zugang zu den Wasserfällen ist nur mit vorheriger Genehmigung durch das Dorf und nur in Begleitung von Dorfbewohnern möglich, und nach Bezahlung eines, selbst für unsere Verhältnisse nicht geringes, Eintrittgeldes von circa 25 € pro Person. Weiterhin gehört es sich, zur Begrüßung ein Gastgeschenk mitzubringen: Kava, eine Pflanze, die gemahlen und mit Wasser vermischt getrunken wird. Kava hat eine leicht berauschende Wirkung und wird in Fidschi sehr gerne getrunken, auch wenn es eigentlich für die Sevusevu-Zeremonie verwendet wird, bei welcher dem Stammesführer Respekt gezollt werden soll. Zum Glück können wir dies direkt beim Hotel kaufen - und werden von diesem auch telefonisch “im Dorf” angekündigt.
Wir erreichen nach einigen Kilometern schlimmer Schotterstraße, das Dorf und werden von einem Bewohner empfangen. Zuerst müssen wir Hüte ab- und einen Sulu/Sarong umlegen. Dann werden wir durch das Dorf in eine Hütte geleitet. Dort wird nach Überreichung des Kavas eine Art Gebet und Anfrage an den Stammesführer gerichtet, um Erlaubnis für den Besuch der Wasserfälle zu erhalten. Nachdem uns diese erteilt wurde, geht es hinter dem Dorf durch kleine Gemüsefelder zu den Wasserfällen. Unsere beiden Führer sind sehr nett und erklären uns die Pflanzen entlang des Weges und deren Nutzung.
Angekommen beim Wasserfall nehmen wir ein Bad im kühlen Becken am Fuße des Falls. Leider fällt das Wasser nicht nur vom höher gelegenen Fels, sondern auch vom Himmel. Das erschwert es bedauerlicherweise ungemein, gute Fotos vom Wasserfall zu machen. Immerhin ist es so warm, dass man nicht friert.
Wir verlassen Nabalasere und rumpeln wieder zur Queens Road zurück. Allerdings bleiben wir nur kurz auf der asphaltierten Straße, denn unser Weg führt uns über geschotterte Nebenstraßen (die aber für die daran liegenden Orte die einzige Verbindungsstraße ist) zu unserer nächsten Unterkunft im Osten der Insel. In Summe sind wir heute bestimmt 50 km Gravelroad gefahren - und mehr als 20 km/h sind mit unserem Gefährt kaum möglich.
Unsere Unterkunft ist, entgegen ihres doch relativ hohen Preises - für den man selbst in Mitteleuropa ein gutes Hotel bekäme - sehr spartanisch ausgestattet: zerschlissene, löchrige Moskitonetze am Fenster, keine Klimaanlage und lediglich eine Kaltwasserdusche. Das “Experience” im Hotelnamen kann man wohl so oder so verstehen…
Das Phänomen, in einem Entwicklungsland Premiumpreise (nach westlichem Standard) zu bezahlen und dafür definitiv kein Premium zu bekommen, werden wir hier noch öfter beobachten. In vielen weiterentwickelten Ländern mit deutlich höheren Lebensstandards und Gehältern bekommt man unserer Ansicht nach deutlich mehr für sein Geld: angefangen beim Mietwagen, über die Unterkunft bis zum Essen. Wir recherchieren ein wenig und kommen zu dem Schluss, dass es hierfür primär zwei Gründe gibt:
- Fidschi möchte prinzipiell wohlhabende/spendable Touristen anziehen; Hotels werden lieber nicht voll ausgelastet und mit vergleichsweise hohen Zimmerpreisen finanziert, als mit Angebotspreisen Betten zu füllen. So will man Massentourismus und seine negativen Folgen für Natur und Gesellschaft vermeiden; allerdings führt es eben auch dazu, dass Gäste tiefer in die Tasche greifen müssen, ohne dafür mehr zu bekommen (es sei denn, man sieht es als Vorteil an, wenn man das Hotel mit weniger anderen Gästen teilen muss und ggf. sogar (fast) für sich alleine hat).
- Es muss fast alles importiert werden. Wie schon angesprochen, kommen sehr viele Waren des täglichen Bedarfs und sogar grundlegende Lebensmittel per Schiff aus Australien und Neuseeland. Ein Hotel zu bauen und zu betreiben dürfte daher in Fidschi teurer sein, als in Australien oder Neuseeland selbst.
Aber zurück zu uns. Wir genießen ein sehr leckeres, fidschianisches Abendessen. Es gibt Reis, Kassava (eine gekochte Wurzel ähnlich der Süßkartoffel), allerlei anderes Gemüse und Fleisch. Prinzipiell wird in Fidschi auch sehr viel Fisch gegessen, so z. B. Fish Lolo, ein in Kokosmilch gekochter Fisch mit Gemüse und Kassava.
Am nächsten Tag wollen wir eigentlich mit der Fähre nach Leutoka, einer kleinen Insel mit der ehemaligen, kolonialen Hauptstadt Fidschis, übersetzen. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, am Abend des gleichen Tages wieder auf die Hauptinsel zurückzukehren. Leider war es uns vorab nicht möglich, dies über das Internet in Erfahrung zu bringen. Zwei andere französische Gäste, die zurzeit in Fidschi arbeiten meinten dazu nur, dass dies “das Problem in Fidschi sei, man käme einfach schlecht an Informationen”.
Wir planen also um, und machen am nächsten Morgen nach dem Frühstück mit den beiden Söhnen der Betreiberin der Unterkunft eine Bootstour zum Moon Reef.
Dort sehen wir viele ostpazifische Delfine, auch bekannt als Spinnerdelfine.
Diese heißen so, da sie gerne aus dem Wasser springen und sich um ihre eigene Achse drehen (“to spin” - sich drehen).
Anschließend schnorcheln wir noch im Riff herum und sehen farbenfrohe Korallen und Fische.
Zurück an Land gibt es nach dem Mittagessen leider ein böses Erwachen: Wir haben den Fehler gemacht, uns vor dem Ausflug nicht explizit nach dem Preis zu erkundigen, da wir meinten, online auf der Seite der Unterkunft eine grobe Zahl gelesen zu haben. Für einen knapp zweistündigen Ausflug, auf dem wir zwar alleine aber auch auf einem nicht mehr ganz neuen Boot unterwegs waren, wird uns nun eine Rechnung über 700 FJD (circa 350 €) präsentiert. Wir staunen erstmal nicht schlecht - und widersetzen uns dann dem Versuch, uns über den Tisch zu ziehen. Zwar findet sich dieser Preis tatsächlich auf der Homepage der Unterkunft und wurde nicht gerade für uns erfunden, dennoch ist er so absurd, dass wir uns schließlich auf die Hälfte, also 350 FJD, einigen. Faszinierend ist, dass man uns dies augenscheinlich überhaupt nicht übel nimmt - einmal auf einen Preis geeinigt werden wir freundlich verabschiedet.
Nachmittags fahren wir bei mäßigem Wetter - irgendwie so gar nicht das, was man mit der Südsee verbindet - die Ostküste Richtung Süden entlang und erreichen gegen Abend Suva, das wirtschaftliche, politische und bevölkerungstechnische Zentrum Fidschis. Suva sei, so wurde es uns von Einheimischen und Expats gesagt, zwar die Hauptstadt, biete Touristen jedoch nicht viel und sei dementsprechend wenig besucht. Wir fahren in die Innenstadt und zu den Thurston Gardens, wo auch das Fiji Museum liegt - welches wir uns jedoch erst am nächsten Morgen anschauen werden. Nach einem kleinen Spaziergang und einer Fahrt entlang der “Promenade” machen wir uns auf den Weg zu unserem Hotel.
Der nächste Morgen beginnt mit dem Besuch des Fiji Museum, welches über die Geschichte Fidschis und seiner Einwohner informiert und viele interessante Stücke ausstellt, bspw. eine “Hai-Rassel”, um Haie anzulocken. Ob dies wirklich funktioniert hat, wir haben da doch so unsere Zweifel.
Anschließend gehen wir zum Suva Market, einem großen Markt in einer zweistöckigen Halle mit allerlei Obst, Gemüse und sonstigen Lebensmitteln und erkunden ein wenig die belebten Straßen in der Umgebung.
Versorgt mit einer Papaya und einer Kokosnuss, fahren wir auf der Kings Road entlang der Südküste, auch bekannt als Coral Coast. Leider fängt es - schon wieder - zu regnen an, sodass wir die Strände gar nicht richtig nutzen können geschweige denn überhaupt schönen Strände sehen. Immerhin sehen wir im Pacific Harbour Arts Village ein paar alte traditionelle fidschianische Hütten - auch wenn die eigentlich ganz nett gemachte Anlage wohl mehr und mehr verfällt.
Unterwegs finden wir am Straßenrand ein kleines, sehr einfaches Restaurant mit lokaler Küche. Lecker!
Nachmittags, bei zum Glück wieder leicht besserem Wetter, erreichen wir den Sigatoka Sand Dunes National Park. Dabei handelt es sich um den ersten Nationalpark Fidschis. Hier befindet sich (angeblich) die größte Sanddüne im (Süd-)Pazifikraum. Leider ist der Park nur mäßig beeindruckend - woran vermutlich auch der graue Himmel eine Mitschuld trägt - und nach weniger als einer Stunde haben wir ihn schon wieder verlassen und sind auf dem Weg zum Hotel.
Nach einer Übernachtung in Korotogo geht es weiter entlang der Südküste bis nach Nadi. Die Südküste trägt auch den Beinamen “Coral Coast” - und da das Meer hier sehr flach abzufallen scheint, können wir uns gut vorstellen, dass es weiter draußen tolle Korallen geben muss. Die Strände sind jedoch recht wenig beeindruckend.
In Nadi angekommen schauen wir im Hindu Tempel Sri Siva Subramaniya Swami vorbei. Er ist im typischen, sehr farbenfrohen Stil und mit schönen Malereien gestaltet. Obwohl heute Diwali, das hinduistische Lichterfest und ein Feiertag in Fidschi, ist, herrscht am Morgen noch relativ wenig Betrieb. Viel werden wir von den Feierlichkeiten auch nicht mitbekommen - außer geschlossenen Geschäften und dem Abfeuern von Feuerwerk am Abend.
Anschließend laden wir unser Gepäck bei der Unterkunft für unsere zwei letzten Tage auf Fidschi ab und bringen anschließend unseren Mietwagen zum Flughafen. Hier versucht man noch, uns für ein wenig Sand auf der Fußmatte eine Reinigungsgebühr abzuknöpfen. Da unser Verständnis einer im Mietvertrag beschriebenen “exzessiven Verschmutzung” nicht mit dem der Angestellten in Einklang zu bringen ist, verweigern wir uns dem jedoch - und haben auch bis heute nichts mehr diesbezüglich gehört. Nicht, dass der Betrag um des es dabei geht wirklich groß der Rede wert wäre - so ist es doch unschön den Verdacht zu haben, immer auf der Hut sein zu müssen, um nicht über den Tisch gezogen zu werden.
Von hier aus geht es, zusammen mit den Einheimischen, im öffentlichen Bus hinein nach Nadi. Viele der öffentlichen Buse sind etwas älter und ohne Klimaanlage - dafür jedoch auch ohne Fenster und mit dicken Lautsprechern und bequemen Sitzen. So ist die Fahrt damit durchaus ein spaßiges Erlebnis, welches an die öffentlichen Buse in Mittelamerika erinnert.
In Nadis Innenstadt ist aufgrund des Feiertags recht wenig los, sodass wir uns nach einem Mittagessen mit dem Taxi auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft im Vorort Wailoaloa machen.
Hier genießen wir den restlichen Nachmittag am schön gestalteten Pool sowie bei einem Spaziergang entlang des Strands. Leider ist das Meer hier sehr aufgewühlt und dementsprechend braun - und lädt daher wenig zum Baden ein. Bei der Wahl eines Restaurants für das Abendessen landen wir einen Volltreffer und genießen sehr gute, lokale Küche. Es schmeckt uns so gut, dass wir am nächsten Abend wieder hierherkommen werden.
Der nächste Morgen beginnt früh, denn wir haben eine Tagestour auf eine der vorgelagerten Inseln gebucht - für deren Strände Fidschi berühmt ist, die viele Resorts beheimaten und Touristen aus aller Welt anziehen. Eigentlich verdient die Fährgesellschaft ihr Geld damit, Gäste von Port Denarau auf die Inseln der Yasawa- und Mamanuca- Gruppen zu schippern - hat aber auch eine eigene, winzige Insel, auf der man ein paar Stunden lang Südseefeeling pur genießen kann. Hier kann man schnorcheln, mit einem “halbabtauchenden U-Boot” mit großen Fenstern über dem Riff entlang fahren und sich auch allerlei Wassersportequipment leihen.
Beim Schnorcheln sehen wir neben bunten Fischen eine Schildkröte und ein paar schöne Korallen.
Zum Mittagessen gibt es ein kleines Barbecue und eine weitere Meke-Vorstellung.
Wir haben die “Combo-Cruise” gebucht und so verbringen wir nur einen halben Tag auf der Insel - den Nachmittag fahren wir auf der Fähre mit, während diese Gäste zu einigen der Resort-Inseln der Mamanuca-Gruppe bringt bzw. abholt.
Abends zurück in der Unterkunft erleben wir dann noch einen tropischen Regenbruch, es schüttet wie aus Kübeln und will auch gar nicht mehr aufhören - aber im Pool lässt es sich ganz gut aushalten.
Nach also ziemlich genau einer Woche auf Fidschi wollen wir noch ein abschließendes Fazit ziehen: Da wir bisher doch eher einen negativen Bericht abgefasst haben, wollen wir noch einmal ganz explizit festhalten, wie positiv uns die Freundlichkeit der Fidschianer und ihre herzliche Art aufgefallen sind. Allerdings kommen wir dennoch für uns zu dem subjektiven Schluss, dass Fidschi zwar eine schöne Insel(gruppe) mit netten Menschen und interessanter Kultur ist, in Bezug auf Sehenswürdigkeiten und spektakuläre Landschaften - Strände eingeschlossen - jedoch nicht mit anderen Reisezielen mitzuhalten vermag, gerade da das Preis-Leistung-Verhältnis unserer Meinung nach oft ungünstig ist. Sicherlich hatten wir mit dem Wetter etwas Pech und mit Sonnenschein hätten uns die Strände womöglich besser gefallen - am herumliegenden Müll hätte aber auch die Sonne nichts geändert. Sucht man Entspannung pur und möchte sich in ein Inselresort für mehrere hundert Euro die Nacht zurückziehen, so mag dies auf Fidschi sicher super funktionieren, inklusive Traumstrand und toller Meeresfauna zum Schnorcheln und Tauchen. Möchte man eher einen aktiven Urlaub erleben, so bekommt man bspw. in Australien ebenfalls tolle Strände, beeindruckendere Wasserfälle, schönen Regenwald und eine deutlich bessere touristische Infrastruktur für womöglich sogar weniger Geld.
Apropos Australien: Nach einer kürzeren Nacht geht es dann in der Früh zum Flughafen, von wo aus wir nach Australien, genauer gesagt nach Cairns im nördlichen Queensland, fliegen werden.